AG Hypoxie und Erythropoietin

Die sauerstoffabhängige Genregulation wird durch im Zytosol synthetisierte Proteine (Hypoxie-induzierbare Faktoren, HIF), welche in den Kern transportiert werden und dort als Transkriptionsfaktoren wirken, kontrolliert. HIF stimulieren u.a. die Expression des Gens für Erythropoietin (EPO) und damit die Bildung roter Blutzellen. An Zellkulturen und anderen Alternativmodellen wird die Beziehung zwischen Sauerstoffversorgung und der Aktivität von HIF, sowie die Modulation durch Entzündungsreaktionen, untersucht. Dabei steht im Fokus, wie biologische Sauerstoffsensoren funktionieren und wie sie pharmakologisch und genetisch beeinflusst werden können. Ziel der Arbeiten ist es, neue Wege zur Therapie von Blutbildungsstörungen und soliden Tumoren aufzuzeigen.

Die molekulare Regulation der Sauerstoffhomöostase wird durch die kontrollierte Passage von Proteinen über die Zellkernmembran beeinflusst. Dies gilt insbesondere für beteiligte Transkriptionsfaktoren (wie der Hypoxie-induzierbarer Faktor HIF) und die molekularen Sauerstoffsensoren (Prolylhydroxylasen), die im  Zellkern ihre biologische Wirkung entfalten. Die Transportprozesse über die Kernmembran und deren Regulation sind ein Fokus im Rahmen der Untersuchung von sauerstoffabhängiger Genregulation.